Keine Panik in Europa wegen Ebola

Ebola muss mit aller Kraft bekämpft werden – und zwar in Westafrika. Dies ist die große Herausforderung. Eine Ausbreitung der Seuche in Europa oder in den USA ist äußerst unwahrscheinlich. Deshalb ist die an Panikmache grenzende öffentliche Diskussion über eine Ebola-Gefahr hierzulande völlig unangemessen.

Ebola muss mit aller Kraft bekämpft werden – und zwar in Westafrika. Dies ist die große Herausforderung. Eine Ausbreitung der Seuche in Europa oder in den USA ist äußerst unwahrscheinlich. Deshalb ist die an Panikmache grenzende öffentliche Diskussion über eine Ebola-Gefahr hierzulande völlig unangemessen.

Dazu äußerten sich Frank Schwabe, menschenrechtspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Karamba Diaby, zuständiger Berichterstatter:

„Etwa 4.500 Menschen sind bislang in Liberia, Sierra Leone und Guinea an Ebola gestorben und die Epidemie breitet sich weiter aus. Dennoch besteht kein Grund zur Panik, dass Ebola auf westliche Länder übergreifen könnte – trotz der Infizierung einzelner Krankenschwestern in Spanien und den USA. Natürlich müssen in den Krankenhäusern, die Ebola-Patienten behandeln, konsequent alle Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Aber selbst bei einzelnen Sekundärinfektionen droht keine Ausbreitung der Seuche.

Die von einigen Staaten ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen im Reiseverkehr sind in ihrer Wirksamkeit durchaus umstritten. Sie dürfen jedoch nicht dazu führen, dass Reisende aus afrikanischen Ländern diskriminiert und willkürlich an der Einreise in ein Land gehindert werden. Ein Generalverdacht gegen Menschen aus Afrika, unabhängig von ihrem Herkunftsland, ist irrational und nicht hinnehmbar.

Unsere Sorge muss den Menschen in den betroffenen westafrikanischen Staaten gelten. Sie kämpfen nicht nur mit Ebola selbst, sondern auch mit den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Seuche. In den betroffenen Regionen sind die wirtschaftlichen Aktivitäten erlahmt, die Felder liegen brach. In Liberia ist das Gesundheitssystem zusammengebrochen, so dass auch nicht an Ebola erkrankte Menschen, insbesondere Schwangere und Kinder, medizinisch nicht mehr versorgt werden können.

Gemeinsam mit anderen Staaten muss Deutschland dafür Sorge tragen, die weitere Verbreitung der Seuche in Westafrika zu verhindern und den betroffenen Menschen zu helfen. In der morgigen Bundestagsdebatte über den Kampf gegen Ebola muss dies deutlich zum Ausdruck gebracht werden.“

Teilen:

Weitere Beiträge

Valentins Weihnachtskarte: Eine Botschaft für Vielfalt und Demokratie

Das Motiv für die diesjährige Weihnachtskarte des heimischen Bundestagsabgeordneten Frank Schwabe (SPD) hat Valentin Kinkeldei entworfen. Valentin ist ein junger Künstler aus Castrop-Rauxel, der mit Down-Syndrom geboren wurde. Beide haben sich vor einigen Jahren kennen und schätzen gelernt. „Von Beginn an war ich von Valentins Mut, Engagement und Kreativität beeindruckt“, so Frank Schwabe.

Weiterlesen..

Frank Schwabe begrüßt Verstetigung der Stellen im Gewaltschutz

Der Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe (SPD) begrüßt die Annahme des Antrags der SPD-Kreistagsfraktion zur dauerhaften Einrichtung der beiden halben Stellen im Bereich Gewaltprävention und Gewaltschutz für Frauen und Mädchen in der Sitzung des Kreistages. Die Verstetigung schafft verlässliche Strukturen, die für nachhaltige Prävention und Unterstützung unerlässlich sind. Schwabe hat sich seit vielen Jahren für genau diesen Schritt eingesetzt.

Weiterlesen..

Suche