Debatte über humanitäre Hilfe muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden

Frank Schwabe, Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe: Erste Priorität der internationalen Gemeinschaft muss sein, die Menschen im Nordirak über humanitäre Hilfe zu retten. Angesichts der Debatte über Militäreinsätze gerät diese Option in den Hintergrund. Dabei sind die Möglichkeiten der humanitären Hilfe bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

Frank Schwabe, Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe:

Erste Priorität der internationalen Gemeinschaft muss sein, die Menschen im Nordirak über humanitäre Hilfe zu retten. Angesichts der Debatte über Militäreinsätze gerät diese Option in den Hintergrund. Dabei sind die Möglichkeiten der humanitären Hilfe bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

„Die Debatte über einen militärischen Einsatz der Bundeswehr darf nicht von den wahren Herausforderungen für die humanitäre Hilfe in den kommenden Jahren ablenken. Zweifellos ist die Hilfe zur Selbstverteidigung gerade angesichts eines drohenden Völkermords richtig. Und dennoch ist die Intensität, mit der gerade die Diskussion geführt wird, unproportional zu den Möglichkeiten zur Rettung von Menschenleben, die es durch eine Intensivierung der humanitären Hilfe geben würde. Waffenexporte in Krisenregionen bleiben kritisch, weil die Guten von heute die Bösen von morgen sein können.

Wer den Menschen angesichts der vielen humanitären Katastrophen in der Welt wirklich helfen will, kommt nicht umhin, mehr in die humanitäre Hilfe zu investieren statt das Geld für militärische Mittel auszugeben. Auch wenn Deutschland schon jetzt international zu den Hauptfinanziers der humanitären Hilfe zählt, ist ein weiterer Aufwuchs der Mittel unumgänglich. Das muss die Debatte der kommenden Wochen und Monate sein.“

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